Medizinische Schwerpunkte

Unser umfangreiches Leistungsspektrum

Diagnostik und Therapie von Magen-Darm-Erkrankungen, einschließlich chronischer Leberleiden sowie bösartige Erkrankungen des Verdauungstrakts und der Atemwege bilden die Schwerpunkte der Klinik.

Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen

Neben chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarmes widmen wir uns den vielfältigen Erkrankungen von Leber, Gallenwegssystem und Bauchspeicheldrüse. Ein Schwerpunkt der Klinik ist die Diagnostik und Therapie hormoneller Störungen, Stoffwechselerkrankungen, komplizierter Ernährungsprobleme sowie funktioneller Störungen im Bereich der Magen-Darmheilkunde. Tumorerkrankungen werden speziell im Verdauungstrakt präoperativ diagnostiziert und nach Vorstellung in der interdisziplinären Tumorkonferenz behandelt. Dank der interdiziplinären Ausrichtung ist die umfassende Behandlung aller allgemein-internistischen Erkrankungen möglich.

Gastroenterologie und gastroenterologische Onkologie

Neben der Behandlung gutartiger gastroenterologischer Erkrankungen – darunter fallen etwa chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder chronische Leber- und Pankreaserkrankungen – beschäftigen wir uns mit der Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Verdacht auf oder bekannten bösartigen Tumoren. Nach Vorstellung in der interdisziplinären Tumorkonferenz erfolgt die weitere Diagnostik und Therapie. Wir behandeln auf endoskopischen Wege frühe und fortgeschrittene Tumoren.

Darüber hinaus werden Patienten vor und nach endoskopischen Eingriffen betreut.

Allgemeine Innere Medizin und Atemwegserkrankungen

Schwerpunkt sind die Diagnostik und Therapie

  • des kleinzelligen und des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms einschließlich endoskopischer Eingriffe und der Vorstellung in der interdisziplinären Tumorkonferenz
  • des Asthma bronchiale und der COPD (Sammelbegriff für die  chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem) mit Sauerstofftherapie und Maskenbeatmung
  • der Infektionen der unteren und oberen Atemwege, einschließlich der Tuberkulose
  • der interstitiellen Lungenkrankheiten und der schlafbezogenen Atemstörungen
  • Erkrankungen der Pleura (Brustfell)

Auch betreuen wir zahlreiche Patienten mit bakteriellen und nicht-bakteriellen entzündlichen Erkrankungen.

Internistische Intensivstation

Auf der Intensivstation erfolgt die Diagnostik und Therapie sämtlicher akut-lebensbedrohlicher Störungen auf dem Gebiet der Inneren Medizin und deren Randbereiche. Dafür stehen 10 Beatmungsmaschinen und 5 Plätze für die kontinuierliche Nierenersatztherapie (CVVH) zur Verfügung. An allen Beatmungsplätzen kann die Kreislaufsituation durch Druckmessungen im kleinen und großen Kreislauf überwacht werden. Neben modernster Herz-Kreislaufüberwachung und -unterstützung können alle elektrischen Stimulationen am Herzen durchgeführt werden (Schrittmachertherapie).

Darüber hinaus können wir hochinvasive endoskopische Eingriffe bei gastrointestinalen und pulmonalen Blutungen sowie Gallengangsverschlüssen jederzeit sicher durchführen.

Endoskopie

In der Endoskopie werden jährlich über 8.000 diagnostische und therapeutische Eingriffe durchgeführt. Unsere Endoskopie zählt quantitativ, aber auch qualitativ zu den leistungsstärksten in Berlin und darüber hinaus. Für Notfälle steht ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

Besondere Schwerpunkte bilden:

  • endoskopische Behandlungen an den Gallenwegen und am Pankreasgang (Bauchspeicheldrüsengang)
  • endoskopische Blutstillungstechniken
  • Ligaturtherapie (Unterbindung) von Oesophagusvarizen ("Krampfadern" in der Speiseröhre) und Hämorrhoiden
  • endoskopische Therapie von Fundusvarizen ("Krampfadern" im Magen)
  • die endoskopische Mukosaresektion und die endoskopische Submukosadissektion (Schleimhautabtragung) an Oesophagus (Speiseröhre), Magen und Kolon (Dickdarm)
  • Chromoendoskopie (Auftragen von Farblösungen auf die Schleimhaut des Gastrointestinaltraktes zur Früherkennung gastrointestinaler Tumore)
  • Anwendung endoskopischer Techniken zur Behandlung von Stenosen (Verengungen) im gesamten Intestinaltrakt (Darmtrakt)
  • die palliative (der Beschwerdelinderung dienende) Laser- und APC- (Argon-Plasma-Koagulation) Beamertherapie am Magen-Darm-Trakt und an den Atemwegen
  • Kapselendoskopie des Dünndarmes und Dickdarmes
  • Endosonographie (mittels in die Speiseröhre, den Magen,  den Dünn- oder Dickdarm eingeführter Sonde)
Funktionsdiagnostik

Das Leistungsspektrum der Funktionsdiagnostik umfasst:

  • Gastroenterologische Funktionsdiagnostik
  • Langzeit-pH-Metrie
  • Atemtest zur Diagnostik von unklaren Verdauungsstörungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Manometrie (Druckmessungen)
  • Pulmonale Funktionsdiagnostik
  • Bodypleythysmographie mit Diffusion
  • Spiroergometrie (Messung der kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit und Bestimmung der Grenze der Ausdauer-Belastbarkeit)
  • Schlafapnoediagnostik (Nächtliche Aufzeichnung schlafbezogener Atemregulationsstörungen)
Darmzentrum Lichtenberg

Um Betroffenen eine bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, wurde 2007 im Sana Klinikum Lichtenberg ein Darmzentrum gegründet. Hier arbeiten Spezialisten verschiedener Fachrichtungen wie Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Radiologen, Pathologen, Sozialarbeiter, Onkopsychologen und Ernährungsberater interdisziplinär zusammen. Eine enge Kooperation besteht mit niedergelassenen Ärzten und weiteren Partnern.  

Das Behandlungsspektrum des Darmzentrums umfasst neben einer genauen Diagnostik, die operative Therapie, Chemo- und Strahlentherapie, Schmerztherapie, psycho-onkologische Betreuung, Stoma-Versorgung, Ernährungsberatung sowie Unterstützung bei der Einleitung von Reha-Maßnahmen und bei der Beschaffung von medizinischen Hilfsmitteln.

Seit Juni 2010 ist das Darmzentrum Lichtenberg von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Damit ist es eines der führenden Zentren in Berlin, die eine hohe medizinische Behandlungsqualität für Menschen mit Darmkrebs gewährleisten.

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Palliativmedizin

Palliativmedizin bedeutet die ganzheitliche Behandlung von unheilbar kranken Menschen mit fortgeschrittenem Leiden unabhängig von der Diagnose. Eine intensivere stationäre Versorgung soll dazu beitragen, ein lebenswertes Leben zu ermöglichen und beinhaltet auch die Integration und Unterstützung der Angehörigen. Auch interventionelle Therapieansätze, chirurgische Eingriffe oder strahlentherapeutische Maßnahmen gehören zur Behandlung. Voraussetzung ist, dass sie sich positiv auf die Lebensqualität auswirken.

Aktuell wird die stationäre Palliativbetreuung auf der interdisziplinären Station 4A realisiert und durch einen palliativmedizinischen Konsildienst stationsübergreifend ergänzt. Durch die Arbeit in einem multiprofessionellen Team aus palliativmedizinisch qualifizierten Ärzten und Pflegenden, unterstützt von Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Sozialarbeitern und Seelsorgern sollen körperlichen Beschwerden (z.B. Schmerzen,  Kachexie, gastrointestinale Probleme, Dyspnoe)gelindert werden. Auch andere Krankheitsbeschwerden, psychologische und spirituelle Probleme werden beachtet und wenn möglich gelindert. Ebenso werden Problemlösungen von  sozialen Anliegen gesucht. 

Ausblick auf 2019
Für Patienten mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankungen hält das Sana Klinikum Lichtenberg ab 2019 eine Palliativstation mit 10 Betten vor und wird damit sein Versorgungsspektrum für die betroffenen Menschen deutlich erweitern können.