11.09.2018, Lichtenberg

Das Sana Klinikum Lichtenberg schärft am „Tag der Patientensicherheit“ das Bewusstsein für vermeidbare Risiken und zeigt auf, welche Maßnahmen es tagtäglich trifft, um seine Patienten zu schützen und sicher zu versorgen.

Vernetzung stärkt Patientensicherheit

Die Sicherheit und das Wohl der Patienten nimmt für das Sana Klinikum Lichtenberg eine entscheidende Rolle bei der medizinischen Versorgung ein. Dafür ist eine gezielte Vernetzung der einzelnen Akteure innerhalb des Hauses sowie mit den Patienten wichtig. Verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise das Simulationstraining sorgen dafür, dass der Informationsfluss im Klinikalltag wie auch in außergewöhnlichen Situationen weiter gestärkt wird. Zur Erhöhung der Patientensicherheit tragen darüber hinaus, im Sinne des Vernetzungsgedankens, auch verschiedene digitale Anwendungen sowie virtuelle Techniken bei.

Das Sana Klinikum Lichtenberg versorgt  jährlich rund 90.000 Patienten ambulant und stationär. Für jeden von ihnen stellt ein Krankenhausaufenthalt eine besondere Situation dar, die mitunter auch mit Ängsten verbunden ist. Eine offene und schnittstellenübergreifende Kommunikation kann dabei einen entscheidenden Beitrag für mehr Patientensicherheit leisten.

Simulationstrainings und Peer Reviews verstärken

Ein wichtige Maßnahme zur Erhöhung der Patientensicherheit sind Simulationstrainings. Sie dienen dazu, die Vorgehensweise und die Teamkommunikation in außergewöhnlichen Situationen, insbesondere bei Notfällen und unter Zeitdruck, zu üben. „Die praktische Übung, die lebensnah verschiedene Notfallkonstellationen simuliert und mit einer moderierten Teamreflexion abschließt, wird bevorzugt von Teams im OP, der Zentralen Notaufnahme (ZNA), der Intensivstation (ITS), im Kreißsaal sowie unseren Katheterlabors durchgeführt“, erläutert Pflegedirektorin Cathrin Stransky.

Seit vielen Jahren dient darüber hinaus das sogenannten Peer Review-Verfahren dazu, Fälle mit unerwarteten Behandlungsverläufen einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. In dem von Ärzten für Ärzte entwickelten Verfahren reflektieren Ärzte der Klinik mit speziell als Peer ausgebildeten Sana Chefärzten ihr ärztliches Handeln kritisch. Durch den Blick von außen und die gemeinsame Erarbeitung und Vereinbarung von Verbesserungsmaßnahmen wird die Patientensicherheit nachhaltig gestärkt.

Chancen der Digitalisierung proaktiv nutzen

Auch in der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen liegen Chancen für den Ausbau der Patientensicherheit. Diese will das Sana Klinikum proaktiv nutzen. Mit Hilfe von digitalen Anwendungen können Schnittstellen innerhalb des Hauses sowie zwischen ambulantem und stationärem Bereich sowie zu den Patienten geschaffen werden.

So etwa beim Digitalen Gesundheitsnetzwerk, das in diesem Sommer auch am Sana Klinikum Lichtenberg an den Start ging. Die werdenden Mütter und ihre behandelnden Ärzte profitieren von schnell verfügbaren medizinischen Informationen. Ganz konkret können werdende Mütter per Datenupload ihren Mutterpass, Berichte von früheren Geburten sowie Ergebnisse ambulanter Vorsorgeuntersuchungen zur Verfügung stellen. Ärzte können wiederum strukturierte Dokumente wie einen Ultraschallbefund, den Geburtsbericht, einen OP-Bericht, den Entlassbrief, einen Arztbrief oder ein Stillprotokoll in die Akte laden. Auch der Austausch von Dokumenten zwischen den Kliniken ist möglich. Die Daten liegen dezentral jeweils beim Erfasser, also bei der jeweiligen Klinik oder Arztpraxis. Die Patienten können die Daten und Dokumente per Smartphone oder Computer einsehen und selbst entscheiden, welche teilnehmenden Ärzte darauf zugreifen können.

Kontakt

Britta Frischemeyer
Pressesprecherin und Leiterin Unternehmenskommunikation
Telefon: 030/ 5518-351
Mobil: 0170-7834613
britta.frischemeyer@sana-bb.de