13.06.2019, Lichtenberg

Jan Paulsen, Facharzt für Allgemein- und Innere Medizin vom MedizinZentrum am Sana Klinikum Lichtenberg, gibt Tipps, um den Jetlag bereits von Anfang an so gut es geht zu vermeiden.

Augen zu und durch? – Nicht beim Jetlag!

13.06.2019

Wer für die Urlaubszeit eine Fernreise über verschiedene Zeitzonen plant, wird sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückreise schnell vom Jetlag eingeholt. Müdigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen, schnellere Reizbarkeit sowie Erschöpfung sind häufige Symptome. Der Jetlag verursacht somit das volle Programm und die Zeitverschiebung macht dem Körper ganz schön zu schaffen – manchen sogar wochenlang.

Jan Paulsen, Facharzt für Allgemein- und Innere Medizin vom MedizinZentrum am Sana Klinikum Berlin-Lichtenberg, gibt Tipps, um den Jetlag bereits von Anfang an so gut es geht zu vermeiden. „Damit Sie bereits bei der Ankunft am Zielort wieder in den richtigen Rhythmus kommen, ist es sinnvoll, die Armbanduhr schon während des Fluges richtig einzustellen“, rät Jan Paulsen, Facharzt für Allgemein- und Innere Medizin. Das beugt bereits im Vorfeld Verwirrungen bezüglich der richtigen Zeit vor und man kann sich mental schon auf das Zielland und die dortige Uhrzeit einstellen. Darüber hinaus ist es besonders wichtig, bereits im Flugzeug ausreichend Wasser zu trinken, denn dem Körper wird während des Fluges sehr viel Flüssigkeit entzogen.

Jan Paulsen empfiehlt, den Tagesrhythmus des jeweiligen Zielortes bereits ab der Ankunft zu leben. So kann sich die innere Uhr wieder schneller umgewöhnen und einpendeln: „Versuchen Sie deshalb, abends zu der dort gewöhnlichen Schlafenszeit ins Bett zu gehen und stellen Sie sich morgens auch den Wecker. Lassen Sie sich bestenfalls nicht zu kurzen Nickerchen hinreißen – denn das bringt Ihren gesamten Rhythmus wieder durcheinander.“ Dazu gehört ebenfalls, die Mahlzeiten bestenfalls passend zum Tagesrhythmus im jeweiligen Zielland einzunehmen. Idealerweise sind die Flugzeiten von Vornherein günstig für den Tagesrhythmus des jeweiligen Ziellandes gebucht, damit man vor Ort nicht noch den ganzen Tag durchstehen müssen bis man sich schlafen legen kann. Das ist von noch größerer Bedeutung, wenn man mit Kindern reist, um diesen die Umstellung zu erleichtern.

Dem Körper und auch dem Kopf tun bei Schlafmangel, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit insbesondere frische Luft und Bewegung gut. Denn das Tageslicht ist die beste Kontrollfunktion für unsere innere Uhr und den Körper und gibt den Takt vor. Dadurch kann man sich auch mental leichter umstellen. Zudem ist die Beschäftigung eine gute Ablenkung von all den Symptomen, die der Jetlag mit sich bringt. Neben aller Ablenkung ist es ebenso wichtig, sich die eine oder andere Ruhepause zu gönnen, damit sich der Körper von den Anstrengungen des Fluges und des Jetlags erholen kann.

Bei einer Zeitdifferenz von weniger als 90 Minuten zwischen Abflug- und Ankunftsort kommt es meist nicht zu Jetlag. Ist die Zeitdifferenz aber deutlich länger, kann der Jetlag mit folgender Maßnahme abgemildert werden: Bei Flügen nach Westen kann man sich auf die künftige Zeitzone einstellen, indem man drei Tage vorher beginnt, jeden Tag eine Stunde später schlafen zu gehen. Bei Flügen nach Osten umgekehrt: ab drei Tage vor Abflug jeden Tag eine Stunde früher schlafen zu gehen.

Vorsicht gilt außerdem auch bei der Medikamenteneinnahme: „Wenn ein Medikament zu einer bestimmten Tageszeit eingenommen werden muss, ist der Zeitpunkt der Einnahme anzupassen. Um sicherzugehen, sollte dies vorher mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden“, rät Jan Paulsen, Facharzt für Allgemein- und Innere Medizin vom MedizinZentrum am Sana Klinikum Lichtenberg. Zur Bekämpfung oder Vorbeugung des Jetlags sollten keine weiteren Medikamente eingenommen werden, da sich der Körper auch auf natürlichem Wege wieder den Gegebenheiten vor Ort anpassen und regenerieren wird. „Die goldene Regel heißt dabei ganz einfach: sich in Geduld üben“, fasst Jan Paulsen abschließend zusammen.

Kontakt

André Puchta

Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH
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Pressesprecher

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